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Gerhard - Ambergs Nummer Eins - Amberger Stadtmeisterschaft 1998/1999

Ein wesentlich flotteres Tempo wurde diesmal bei der Am­berger Stadtmeisterschaft angeschlagen: Bereits am 19. März 1999 waren sämtliche Begegnungen über die Bühne gegangen. Der Zwei-Wochen-Rhythmus warf keine Probleme auf und empfiehlt sich auch für die nächste Ausgabe des Amberger Traditionsturniers. Zwar ging es ganz ohne Rücktritt nicht ab, aber das Ausscheiden von Pavel Chalupczok war krankheitsbedingt und erforderte vom Turnierleiter auch keine Paarungs- und Wertungsakrobatik. Somit war das Organisationskomitee zufrieden, doch was gab's auf den Brettern?

 

14 Teilnehmer nahmen den Kampf auf, zwar deutlich weniger als in den letzten Jahren, aber dies ist für einen guten Turnierverlauf nicht ausschlaggebend.

 

Zum ersten Mal in seiner Karriere konnte sich Gerhard Franz den begehrten Titel sichern. Er war mit Abstand bester Spieler des Turniers, war nie ernsthaft gefährdet und gewann völlig verdient. Beeindruckend war sein Sieg über Reindl, den er klassisch auskonterte. In einem Fotofinish triumphierte Gerd Wiesgickl im Kampf um die Vizemeisterschaft. Mit wohldurchdachten Angriffen sammelte er Punkt um Punkt und schob sich in der Schlussrunde noch überraschend an Wolfgang Reindl vorbei. Dieser konnte zwar Wiesgickl im direkten Vergleich bezwingen, wirkte aber insgesamt zu ungeduldig, wollte mit dem Kopf durch die Wand - und so etwas rächt sich. Klammheimlich hat sich Daniel Ertl in der Amberger Schachszene nach vorne geschoben. Mit seinem aktiven positionellen Stil brachte er die Konkurrenz arg ins Schwitzen und wurde verdient Vierter. Bei Joe Ferstl zeigte sich das Kampfglück wechselhaft, bis ihm der Sensationssieg über Reindl am Schlusstag den 5. Platz und damit sein bestes Stadtmeisterschafts-Resultat bescherte. Pech hatte Sepp Schlaffer, der bis zur 7. Runde die dicksten Brocken vorgesetzt bekam; dann ruinierte ihm die Auslosung der letzten beiden Durchgänge auch noch die Buchholzwertung, so dass er nur noch Rang 6 erreichen konnte. Der Aufsteiger der Saison heißt Konstantin Bücherl. Sein Remis gegen den neuen Stadtmeister zeigt deutlich, dass er sich im nächsten Jahr vermutlich nicht mehr mit Platz 7 zufrieden geben wird. Remiskönig dieses Turniers wurde Thomas Matuschek. Seiner sicheren Spielanlage konnten nur Franz und Schlaffer Entscheidendes entgegensetzen. Auch gegen Erich Donhauser muss man sich schon einiges einfallen lassen, um seinen Verteidigungsriegel zu knacken; mit ausgeglichenem Punktekonto landete er auf dem 9. Rang. Immer stärker präsentiert sich Nachwuchsspieler Richart Marx, der seine Chancen gut nutzte und ebenfalls 4,5 Zähler sammeln konnte. Trotz seiner 73 Jahre ist der Elftplazierte Josef Jelinek noch immer ein zäher Kämpfer. Einen großen Sprung nach vorne hat Mike Hölter gemacht, seit er sich der SGS angeschlossen hat. In einigen Partien war er ganz nahe dran, seinen arrivierten Kollegen ein Pünktchen abzuknöpfen; schade, dass er nur Zwölfter wurde. Einfach kein rechtes Glück ist Matthias Pfleger beschieden, der die Tabelle beschließt. Dafür drücken wir ihm die Daumen bei der Süddeutschen Meisterschaft am 11. September in Amberg - zwar nicht im Schach, aber im Tischfußball!

 

Die Abschlusstabelle:


 

1.

Franz, Gerhard

8,0

44,0

2.

Wiesgickl, Gerd

6,5

45,0

3.

Reindl, Wolfgang

6,5

44,0

4.

Ertl, Daniel

5,5

44,0

5.

Ferstl, Johann

5,5

43,5

6.

Schlaffer, Josef

5,5

41,5

7.

Bücherl, Konstantin

5,0

40,5

8.

Matuschek, Thomas

5,0

40,5

9.

Donhauser, Erich

4,5

37,0

10.

Marx, Richart

4,5

33,0

11.

Jelinek, Josef

3,5

38,5

12.

Hölter, Mike

2,0

36,0

13.

Pfleger, Matthias

1,0

35,5


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