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Vor 10 Jahren ...

..."hielt der Aufwärtstrend an". So nachzulesen in den SGS-"Mitteilungen aus dem Vereinsleben" aus dem Frühjahr 1988. Wenn man dann die Annalen genauer durchblättert, findet man, von der III. Mannschaft einmal abgesehen, nichts Außergewöhnliches. Zumindest nichts, was wir angesichts unse­rer jetzigen Situation als besonders herausragend ansehen würden. Aber das Gestern lässt sich nicht so einfach mit dem Heute vergleichen. Die aktuelle Lage der SGS-Schachsparte ist ungleich rosiger als vor 10 Jahren, als wir noch teilweise im Sumpf steckten und bestrebt waren, uns am eigenen Schopf wieder herauszuziehen. An solche Erfolge wie heute haben wir kaum zu denken gewagt. Damals nicht.
So gesehen war das mit dem Aufwärtstrend schon richtig. Es ging langsam, aber doch stetig nach oben. Riesig haben wir und damals über den Aufstieg der III. Mannschaft in die Kreisliga I gefreut. (Das haben wir derzeit übrigens noch nicht wieder erreicht!) Wer kennt noch die Namen der damaligen Aufsteiger? Nur wenige sind noch fleißig mit dabei, so Gerhard Franz, Werner Gillich und der unverwüstliche Martin Weigl. Auch Franz Siegert hilft beizeiten mit aus, und Stephan Forster will in der neuen Saison wieder kräftig hinlangen. Die anderen haben sich teils freiwillig, teils aus gesundheitlichen Gründen zurückgezogen: Christoph Kuska, Reinhold Prölß, Thomas Krieger, Georg Kulzer, Siegbert Kampmann, Michael Andersch, Thomas Sigmund und Christian Windisch. Von unserem amerikanischen Freund Robert Minge ist leider überhaupt nichts in Erfahrung zu bringen, und Werner Fleischer ist bekanntlich vor drei Jahren verstorben.
In der Kreisliga I, in die sich unsere "Dritte" nun hineinkatapultiert hatte, trieben die Amberger bereits das zweite Jahr in Gestalt von Mannschaft Nummer Zwo ihr Unwesen. Entsprechend "unwesentlich" war das Ergebnis: Mit Rang 4 gab es einen Mittelplatz. Deshalb klettern wir gleich zwei Klassen höher in die Oberpfalzliga und nehmen unsere I. Mannschaft unter die Lupe.
Ein "prominenter Heimkehrer" war in der letzten Folge erwähnt. Tatsächlich war Gerald Rösch von der DJK Regensburg wieder in heimische Gefilde zurückgekehrt und verstärkte unsere "Erste". Aber Gerry konnte nur dreimal spielen, und so reichte es zum insgeheim erhofften Wiederaufstieg in die Regionalliga nicht. Zwar gab es zum Beispiel einen glanzvollen 7:1-Sieg über Bavaria Regensburg, aber auch bittere Niederlagen, wie etwa in Kareth oder gegen die RT. So ergab sich beim abschließenden Kassensturz "nur" Rang 4. Und das trotz eines überragenden Imre Oravecz: 8 aus 9 betrug seine phantastische Ausbeute. Auch in der Stadtmeisterschaft war Ora nicht zu bremsen und gewann zum zweiten Mal den Titel, vor Gerald Rösch und Schorsch Böller. Erstmals wurde dieses Turnier in zwei Gruppen mit Auf- und Abstieg ausgetragen; die Sieger in der Gruppe B hießen Hans Schöppl und Johann Ferstl.
Für herausragende Ergebnisse im Jugendschach waren Lutz Kampmann und Gerhard Franz zuständig. Bei Gerhard sei der 5. Platz bei der B-Jugend-Oberpfalzmeisterschaft erwähnt (punktgleich mit dem Sieger Roland Janka), Lutz war bester Oberpfälzer bei den Bayerischen Mannschaftsjugendmeister­schaften und belegte den 2. Platz beim Haselmühler Blitzturnier.
Jetzt aber genug der Statistik. Ende der Saison tauchten mit Peter Broszeit und Andreas Rupprecht zwei neue Hoffnungsträger auf. Inzwischen wissen wir auch, dass die Hoffnungen nicht getrogen haben. Doch bevor wir deren Erfolge bewundern konnten, gab es erstmal "Organisatorisches" zu erledigen. Was genau, wird nächstes Mal verraten...

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