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Remis schieben

Großmeisterremisen nach zehn oder fünfzehn Zügen entfachten früher beim Schachvolk einen Sturm der Entrüstung, und auch heute noch rümpft man darüber die Nase. In den bestbesetzten Großturnieren unserer Tage, im spanischen Linares, erhalten Remisschieber im folgenden Jahr einfach keine Einladung mehr. Man hat auch schon versucht, Remisen vor dem 30. Zug schlichtweg zu verbieten - das Verbot hat sich nicht durchgesetzt. Ich will hier keinesfalls für die Unsitte der frühen Punkteteilerei eine Lanze brechen, aber es kann ja mal vorkommen, dass etwa bei einem Open beide Spieler total erschöpft sind (von der vorherigen Runde natürlich, nicht vom Abend vorher am Biertisch) oder dass sie nach einem Mannschaftskampf anschließend Volleyball spielen müssen. Dann sollten beide wenigstens den Zuschauern deutlich machen, dass die Partie unter Aufgebot aller Kräfte ausgekämpft wurde. Vielleicht eignet sich hierfür folgende elegante Lösung:

 

1.d4 d6 2.Dd2 e5 3.a4 e4 4.Df4 f5 5.h3 Le7 6.Dh2 Le6 7.Ta3 c5 8.Tg3 Da5+ 9.Sd2 Lh4 10.f3 Lb3 11.d5 e3 12.c4 f4!! patt

 

Stellung Remis schieben (Schlussstellung)

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