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Die Schachspieler der SG Siemens Amberg feierten in der Regionalliga Nordost einen knappen 4,5:3,5-Sieg gegen den TSV Dietfurt und stehen damit geradezu sensationell mit 4:0 Mannschaftspunkten nach zwei Spieltagen in der Spitzengruppe ihrer Staffel. Dabei gerieten die Vilsstädter früh in Rückstand, da Imre Oravecz die Aktivität seines Gegners Bothe unterschätzte und eine tödliche Abwicklung übersah. Daniel Ertl schien zunächst leichten Endspielvorteil zu haben, konnte diesen aber nicht zu mehr als einem Remis verwerten. Für den Ausgleich sorgte Wolfgang Reindl, der Katerina Palkova mit der Androhung eines Figurengewinns vor unlösbare Probleme stellte. Zwischen Gerhard Wiesgickl und Carolin Dirmeier entwickelte sich ein dramatischer Schlagabtausch mit beidseitiger Zeitnot. In höchst unklarer Stellung überschritt Wiesgickls Kontrahentin im 40. Zug jäh die Zeit. Die Partie zwischen Gerhard Franz und Stefan Blodig mündete in ein ausgeglichenes Endspiel und nach der Zeitkontrolle rasch ins Remis. Andreas Beyerlein gewann gegen Reinhard Blodig früh einen Bauern und erspielte mit einer feinen positionellen Leistung den vollen Punkt Beyerleins dritter Sieg im dritten Spiel gegen seinen renommierten Kontrahenten. Ljubisa Petrovic zeigte wieder einmal ausgezeichnete Verteidigungstechnik und konnte seine schlechte Stellung zum aus Amberger Sicht so wertvollen Remis retten. Da war es zweitrangig, dass Gerald Röschs heroischem Widerstand im schon lange nachteiligen Endspiel schließlich doch kein Erfolg beschieden war.
Die Ergebnisse im Überblick: Rösch - Palek 0:1, Beyerlein - Blodig R. 1:0, Reindl - Palkova 1:0, Franz - Blodig S. remis, Petrovic - Bader remis, Wiesgickl - Dirmeier 1:0, Ertl - Egert remis, Oravecz - Bothe 0:1.
Die SG Siemens Amberg musste am 5. Spieltag der Regionalliga Nordost beim Tabellenletzten SC Erlangen mit 5:3 die dritte Schlappe einstecken und befindet sich nun wieder mitten im Abstiegskampf. Wolfgang Reindl kam früh mit seinem Gegner überein, gemeinsam die Friedenspfeife zu rauchen. Mit einer umsichtigen Endspielleistung sicherte sich auch Andreas Beyerlein ein Unentschieden. Schlechter lief es bei Gerhard Wiesgickl: Mit der langen Rochade riskierte er zu viel und wurde auf ungewöhnliche Weise mattgesetzt. Auch Daniel Ertls Königsstellung erwies sich als zu unsicher, so dass er schließlich nicht mehr alle Mattdrohungen abwehren konnte. Lutz Kampmann ließ am Spitzenbrett einen schneidigen Angriff vom Stapel, der trotz einiger geschickter Paraden seines Kontrahenten schließlich durchschlug. Ljubisa Petrovics Aufgabe in einem verlorenen Endspiel besiegelte die Amberger Niederlage, da weder Gerhard Franz noch Josef Schlaffer zu diesem Zeitpunkt noch Gewinnhoffnungen hegen konnten. Während Franz' spannende Partie zuvor den Adrenalinpegel aller Beteiligten in die Höhe getrieben hatte, hatte Schlaffers Position wohl nie die Remisbreite überschritten.Die Ergebnisse im Überblick: Liepold - Kampmann 0:1, Willim - Beyerlein remis, Dr. Brumm - Reindl remis, Bachstein - Franz remis, Martin Fernandez - Schlaffer remis, Klek - Petrovic 1:0, Götz - Wiesgickl 1:0, Petzold - Ertl 1:0